Illustration der geplanten neuen Hörnlehütte mit Wanderern und zwei Schmetterlingen im Vordergrund | © Raumstation | Architekten Starnberg

Quartalsbericht Hörnlehütte am 23.07.2026 im Vereinsheim „Hörnle 2040 – Zukunft für die Hörnlehütte gestalten“

30.07.2026

Die Sektion Starnberg des Deutschen Alpenvereins arbeitet intensiv an der Zukunft der Hörnlehütte. Mit dem Projekt „Hörnle 2040“ soll die traditionsreiche Hütte auf 1.390 Metern Höhe langfristig gesichert und für kommende Generationen fit gemacht werden. Die Hörnlehütte steht vor mehreren Herausforderungen. Im Mittelpunkt steht die Sicherung der Übernachtungsmöglichkeiten, die Erhaltung der Gemeinnützigkeit, die Verbesserung der Infrastruktur sowie die langfristige Attraktivität für Gäste und Pächter. Ohne eine nachhaltige Lösung drohen Einschränkungen im Hüttenbetrieb, teure Einzelmaßnahmen und wirtschaftliche Nachteile.

Bislang keine Rückmeldung zum Förderantrag 

Nach intensiver Planung wurden die Unterlagen für die Förderung bei der DAV-Bundesgeschäftsstelle Ende April 2026 fristgerecht eingereicht. Die bisherige Kostenberechnung beläuft sich unerwartet auf weit über 2 Millionen Euro netto einschließlich der Planungskosten, möglicher Preissteigerungen und alpiner Rahmenbedingungen. Ohne eine signifikante Unterstützung vom Bundesverband oder von staatlicher Seite lässt sich die Investition unter den gegebenen, schwierigen Rahmenbedingungen auf dem Hörnle derzeit nicht umsetzen. Die Sektion Starnberg unterstreicht in ihrem Förderantrag die Bedeutung des Standorts für den Deutschen Alpenverein insgesamt, die Stärkung von Familienangeboten sowie das regionale Tourismuskonzept in Bad Kohlgrub durch den Hüttenstandort und die Seilbahnanbindung. Eine Entscheidung über mögliche Zuschüsse und Darlehen wird im Herbst 2026 erwartet. Neben Eigenmitteln der Sektion werden Fördermittel des DAV sowie weitere Finanzierungspartner benötigt. Das hohe Engagement der Sektion bildet dabei die Grundlage für die Realisierung des Vorhabens.

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, die Planungs- und Genehmigungsphase in den Jahren 2026 und 2027 fortzuführen. Nach Ausschreibung und Finanzierung könnte die Baustelle noch Ende 2027 mit ersten Maßnahmen gestartet werden. 


Sanierung der Schwebebahn belastet Sommersaison 


Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten wichtige Meilensteine erreicht werden. Die Übernachtungen im Obergeschoss sind für Hüttenwirte und Personal nach entsprechender Einweisung wieder möglich. Zudem wurde ein neuer Transportvertrag mit einer kleinen Finanzierungsbeteiligung an den Neubauten der Hörnle-Schwebebahn weitgehend unterschriftsreif vorbereitet. Im Herbst 2026 soll außerdem die Verlegung des Transformators der Bayernwerke aus 
der Hütte heraus ins Freie erfolgen. Allerdings wirken sich die Verzögerungen bei der Sanierung der Hörnlebahn weiterhin spürbar aus. Die Bahn ist seit November 2025 außer Betrieb, wodurch die Sommersaison der Hörnlehütte mit Umsatzeinbußen belastet wird. Die aktuellen Entwicklungen rund um die Hörnlehütte und die 
laufenden Baumaßnahmen an der Hörnlebahn zeigen, wie eng Infrastruktur und Hüttenbetrieb miteinander verbunden sind. 


Ehrenamt übernimmt Verantwortung für die Zukunft 


Die Sektion legt großen Wert auf Transparenz und Mitgliederbeteiligung. Nach mehreren Informationsveranstaltungen ist bereits die nächste öffentliche Vorstellung des Projekts geplant. Die vierte Informationsveranstaltung zu „Hörnle 2040“ findet im Dezember 2026 statt. Interessierte Mitglieder können sich dort über den aktuellen Stand informieren und Fragen stellen. Interessenten, die gerne ehrenamtlich an diesem spannenden Projekt oder an anderen kleineren, aber trotzdem 
reizvollen, Aufgaben in der Sektion teilhaben wollen, sind stets willkommen sich in der Geschäftsstelle in Starnberg zu melden und reinzuschnuppern. Die Vorstandschaft des Vereins betont, dass jeder ehrenamtlich Tätige Verantwortung für die Zukunft trägt und einen Beitrag zum Leben unseres Gemeinwesens beiträgt. 
Gemeinsam gestaltet die Sektion Starnberg die Zukunft der Hörnlehütte – damit dieses besondere Stück bayerischer Tradition auch in den kommenden Jahrzehnten ein lebendiger Treffpunkt für Erholungssuchende und Bergsportler bleibt.

gez. Dominik Dreyer (1. Vorsitzender)