Jubiläumsfahrt 2026 (08.-29.08.2026)

10 Jahre Kraxeltrolle - auf nach Skandinavien!

28.08.2026

Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums unserer Jugendgruppe geht es dieses Sommer für drei Wochen nach Skandinavien (hauptsächlich Norwegen). Die geplante Reiseroute führt uns über Kopenhagen und Stockholm in den Rago Nationalpark in Norwegen. Von dort aus geht es für einige Tage auf die Lofoten, um dann wieder in Richtung Süden zu fahren. Mit Stops in Trondheim und dem Dovrefjellgebirge geht es zum berühmten Geirangerfjord. Es folgen noch zwei berühmte norwegische Städte: Bergen und Oslo.

Wenn ihr unsere Reise auch auf Instagram verfolgen wollt findet ihr Stories in unserem Profil. Dort könnt ihr auch unsere Reels anschauen:

Part 1 (Kopenhagen und Stockholm)

Part 2 (Erste Tage auf den Lofoten)

Part 3 (Klettern auf den Lofoten)

Part 4 (Lofoten und Flatanger)

Part 5 (Trondheim, Geiranger, Bergen und Oslo)

08.08.2026

Heute geht es los in Richtung Norden. Mittags treffen wir uns am Vereinsheim, um dort das Auto zu packen. Nach ca. eineinhalb Stunden ist DAVE vollgepackt und unser Gepäck sortiert. Wir machen uns auf den Weg, morgen früh sollen wir in Kopenhagen ankommen. 

Zum Zeitvertreib auf den vielen langen Fahrten, bei dieser Freizeit, haben wir uns vorgenommen alle deutschen und norwegischen Kennzeichen zu finden. Es sind gerade erst zwei Stunden vergangen, und wir haben bestimmt schon hundert deutsche Kennzeichen gefunden, und auf unserem Plakat bei der Rückbank markiert. 

Auf der Fahrt wird sonst viel Musik gehört und geschlafen (oder zumindest versucht). Kurz vor Mitternacht gibt es dann noch einen Snack bei McDonalds.

09.08.2026

Unsere Fahrt führt uns dann durch das nächtliche Hamburg und um drei Uhr queren wir die Grenze nach Dänemark. Während dem Sonnenaufgang fahren wir nach Kopenhagen ein. Nach einer etwas komplizierten Parkplatzsuche holen wir uns Semmeln und Zimtschnecken beim Bäcker und genießen unser Frühstück im Park der Rosenborg. Danach führt uns Nuria durch die Stadt. Wir entdecken die letzten blühenden Rosen im Rosengarten der Rosenborg, die bunten Häuser in Nyhaven und einige Feuerquallen in den Kanälen der Stadt. Unsere Sightseeingtour in großer Gruppe beenden wir mit der Meerjungfrau und dem Gardewechsel an der Amalienburg. Dazwischen liegt aber noch ein kleines Nickerchen im Park. 

Anschließend durchsuchen wir die Geschäfte der Innenstadt in Kleingruppen. Während die eine Gruppe noch den Stadtteil Norrebro per Fuß erkundet, checkt der andere Teil bereits im Hostel ein. Danach geht es zu einer kleinen Joggingrunde durch die nahegelegenen Parks. Nach einer kurzen Dusch- und Umziehpause im Hostel schnappen wir unsere Brotzeitsachen und machen uns mit der Picknickdecke auf den Weg nach Nyhaven. Dort setzen wir uns an die Hafenkante und genießen beim Sonnenuntergang unser Abendessen...

10.08.2026

Früh packen wir alle Sachen wieder ins Auto und nach einem Zwischenstopp am Trinkbrunnen, um unsere Trinkflaschen und Wasserkanister aufzufüllen, machen wir uns auf den Weg in Richtung Stockholm. Am Nachmittag erreichen wir die Stadt und parken unseren Bus am Stadtrand. Zu Fuß gehen wir in die Innenstadt. Unser Weg führt uns am Königlichen Palast, dem Reichstag und einigen Kirchen vorbei und natürlich auch an ein paar Geschäften. Gestärkt werden wir durch Churros und Iced Matcha. Vor dem Abendessen füllen wir all unsere Taschen mit Lebensmitteleinkäufen, da wir nun drei Nächte wildcampen werden. Abendessen gibt es in einem veganen Restaurant in der Innenstadt. Als wir rausgehen ist die Sonne bereits untergegangen und es ist kühl draußen. Zu Fuß sind es noch 50 min zu unserem Auto, also entscheiden wir uns kurzerhand zwei Uber zu bestellen. Danach geht es wieder auf die Straße in Richtung Norden...

11.08.2026

Mit nächtlichem Regen und viel zu frühem Sonnenaufgang führt uns unsere Fahrt durch beinahe die gesamte Länge Schwedens in Richtung unseres nächsten Ziels: Rago Nationalpark. Morgens machen wir Halt an einem See, wo wir unsere Picknickdecke aufschlagen und Frühstücken. Etwas später, ein kurzer Halt bei einem Supermarkt für Wasser und einige Kleinigkeiten und schon geht es weiter. Wir kreuzen den Polarkreis und fahren weiter in Richtung Norden. Uns kommt die Idee, wir könnten auch bereits eine erste Wildcampingnacht in Schweden verbringen und morgen weiter nach Rago fahren. Wir schauen uns einige potentielle Campingspots an und finden dabei ein Tierskelett mit dem Fell daneben. Ein totes Rentier?

Wir können uns auf keinen Übernachtungsplatz einigen, also fahren wir weiter in Richtung Rago. Etwa eine Stunde vor unserem Ziel machen wir an einem Rastplatz Mittagspause. Es nieselt etwas, aber zum Glück gibt es überdachte Tische. Im Anschluss geht es weiter, am Fjord entlang an den Rand des Rago Nationalparks. Im Regen suchen wir nach einem passenden Platz um unsere Zelte aufzustellen. Wir finden einen Parkplatz für den Bus und in dem naheliegendem Fluss eine Halbinsel aus Kies und Bäumen. Wir suchen uns die Stelle für unsere Zelte aus und bauen sie in einer Regenpause auf. Anschließend legen wir unsere Isomatten und Schlafsäcke in die Zelte und fangen an zu kochen. Auf einem Gaskocher kochen wir Nudeln, die wir dann mit Pesto essen. Zum Aufwärmen gibt es noch einen Tee und nach dem Abspülen machen wir uns bettfertig und freuen uns auf eine erholsame Nacht in unseren warmen Schlafsäcken...

12.08.2026

Schreie. Mitten in der Nacht ist der Satz zu hören: "Alles ist nass". Um kurz vor Mitternacht wachen wir auf und unsere Zelte schwimmen im knöcheltiefen Wasser. Panik breitet sich aus. Wer noch einigermaßen klar denken kann, packt alles zusammen was er fassen kann und bringt es oben an die Straße. Die anderen werden angeleitet dasselbe zu tun. Innerhalb der letzten zwei Stunden muss der Fluss circa einen Meter höher geworden sein. In der Senke durch die wir am Abend noch trockenen Fußes mit einem kleinen Sprung über Zentimetertiefes Wasser zu unseren Zelten gekommen sind ist nun voll und selbst den Größten von uns steht das Wasser bis zur Hüfte. In unseren Schlafanzügen bringen einige von uns nach und nach die Sachen durch das Wasser, die Böschung hoch und auf die Straße. Die Zelte sind so Wasserdicht, dass wir die Türen aufmachen müssen, dass das Wasser herauslaufen und wir die Zeltplanen die Böschung hochziehen können. Andere gehen immer wieder den Weg zwischen dem Haufen unserer Sachen und dem Auto, und wieder andere sortieren am Auto unsere Sachen. Nach circa einer Stunde sind alle Sachen aus dem Fluss raus und am Auto. Celina, Felix und Sina machen mit den Stirnlampen noch einen finalen Lauf durch das Wasser, das an der tiefsten Stelle mittlerweile bis zur Brust steht, und finden dabei noch ein paar Heringe und einen Socken im Wasser.

Am Auto werden alle dazu aufgefordert sich trockene Klamotten aus den Koffern zu holen und an einen sicheren Ort im Auto zu deponieren. Dann beginnt das Stapelspiel. Die Schuhkiste wird leergeräumt und alle trockenen Schuhe in Sicherheit gebracht, die pitschnassen Zelte hineingepresst mit ein paar der Schlafsäcke, die größtenteils auch im Wasser geschwommen sind. Danach werden die Koffer wieder hineingestapelt und dann eine Picknickdecke über alles Trockene gelegt, um dann die nassen Sachen, die in Planen vor dem Bus im Regen lagen darauf zu stapeln. Nachdem der Kofferraum voll und der Platz vor dem Auto leer ist, ziehen wir uns alle unsere trockenen Klamotten an und fahren los. Das Auto muss warm werden und wir brauchen einen trockenen Ort um uns aufzuhalten. Wir fahren in Richtung Bodø und während Celina Sina beim Autofahren navigiert, schläft der Rest im Bus unter den letzten trockenen Fleecedecken und Schlafsäcken ein. Nach ein paar Minuten kommt bereits die heiße Luft aus der Heizung des Busses und die vordere Reihe wird gebraten, sodass auch hinten genug warme Luft ankommt. Auf dem Weg wird Ausschau gehalten, nach offenen Tankstellen, an denen man etwas Warmes trinken und sich aufwärmen könnte, aber alles hat geschlossen. Finales Ziel ist der McDonalds in Bodø, um dort etwas warmes zu Essen und zu Trinken. Auch wenn dies das erste sichere Ziel ist, das offen hat, macht der McDonalds erst um sieben in der Früh auf. In Bodø angekommen fahren wir tausende Schleifen durch die Stadt um das Auto warm zu halten und nach einem warmen Unterschlupf Ausschau zu halten. Doch die meisten Hoteltüren sind für die Nacht zu und bei den drei Hotels bei denen die Rezeption besetzt ist, ist kein einziges Zimmer mehr frei. Irgendwann müssen auch Sina und Celina aufgeben und suchen einen Parkplatz, um dort auch ein wenig auf den Sitzen des Busses zu schlafen. Im Halbschlaf verbringen wir die nächsten drei Stunden auf einem Parkplatz neben zwei Wohnmobilen. Um halb sieben in der Früh ist das Auto dann wieder so kalt, dass Sina und Celina beschließen weiterzufahren, während der Rest noch schläft. Der Versuch in einem bereits offenen Supermarkt warme Getränke zu finden bleibt erfolglos, sodass wir zum Parkplatz des McDonalds weiterfahren. Nur noch zehn Minuten bis Öffnung! 

Als der McDonalds dann endlich offen ist gehen alle, bis auf Lola, die sich in Sinas warmen Daunenschlafsack auf der Rückbank zum Schlafen legt, in den McDonalds um dort heiße Schokolade zu trinken und Hashbrowns und Cookies zu essen. Während unserer zweieinhalb Stunden im McDonald’s schmieden wir einen Plan für die nächsten Tage. Wir konnten unsere Campingsachen erstmal nicht mehr benutzen, planmäßig hätten wir allerdings noch zwei weitere Nächte Campen gehabt, eine in Rago, die andere an einem Strand auf den Lofoten, bis wir ab Freitag das Ferienhaus auf den Lofoten gemietet haben. Jetzt muss ein Plan her, denn alle Zelte und Isomatten und fast alle Schlafsäcke sind nass. Wir suchen nach Unterkünften in der Nähe und finden ein Motel in Bodø und ein Camp mit kleinen Bungalows in circa 1,5h Entfernung. Wir entscheiden uns für das Camp, denn dort gab es auch eine Waschmaschine. Einchecken können wir allerdings erst um drei, also haben wir noch etwas Zeit zu vertreiben. Wir sind alle müde, zu anstrengend darf es also nicht sein. Wir suchen was man in Bodø machen kann, finden aber nichts worauf wir uns einigen können. Also warten wir, bis die Geschäfte in den nahe gelegenen Shopping-Centern offen haben. Einige kaufen sich Klamotten, die ihnen für den Rest des Tages oder die nächsten Tage fehlen, weil die Koffer tief unten im Kofferraum vergraben sind oder die Klamotten pitschnass und sicher erst in den nächsten Tagen wieder trocken sind. Danach browsen wir durch die verschiedenen Geschäfte, erkunden norwegische Spiele und Outdoorequipment. Zuletzt kaufen wir uns noch Mittagessen und setzen uns dann mit unseren Pizzen, Sandwiches und Pitas in den Bus und fahren nach Brekke. Wir kommen um halb drei an, etwas zu früh um einzuchecken, beschließen aber schonmal unsere ganzen nassen Sachen aus dem Bus zu holen und zu sortieren. Die Zelte werden in der Sonne aufgebaut, die Isomatten, Schlafsäcke und Regenjacken und -hosen in der Wiese ausgebreitet und die waschbaren Klamotten in Kisten und Tüten gepackt, dass wir so schnell wie möglich nach Checkin mit dem Waschen anfangen können. Nachdem die nette Frau des Camps kommt, checken wir ein und beziehen unsere zwei Hütten. Celina und Felix fahren zum Einkaufen, wir brauchen dringend Waschmittel für die Waschmaschine. Währenddessen kümmert sich der Rest um die trocknenden Sachen, die immer wieder in der Sonne gewendet werden müssen. Nachdem der Bus vom Einkaufen zurück ist wird jede Ecke des Busses durchsucht und persönliche Gegenstände verteilt. Wir gehen alle nacheinander duschen, während sich ein Teil um die Wäsche und das Abendessen kümmert. Bevor wir essen, packen wir noch alle Sachen wieder in den Bus, da es am Himmel etwas nach Regen aussieht. Die trockenen Isomatten, Schlafsäcke und Co werden zusammengelegt und auf die Rückbank gelegt, die nassen mit Küchenrolle ausgestopften Schuhe werden im Bus auf den Boden gestellt ,die Zelte, die eigentlich trocken scheinen, in lockeren Haufen in den Kofferraum gelegt. Die Jacken sind auch fast alle trocken, also verteilen wir sie in die Hütten. Alles was noch etwas feucht ist, wird über die Bänke und das Netz im Bus gelegt. 

Dann geht es endlich zum Abendessen, es gibt Reis mit Tomaten-Karotten-Paprikasoße. Im Anschluß spielen wir bei Gummibärchen und Chips noch eine Runde Hitster und lassen damit den Abend ausklingen. Müde fallen wir alle in unsere warmen Betten.

13.08.2026

Heute ist Ausschlafen angesagt. In der “Jugendleiterhütte” (Felix, Sina, Elena und Celina) beginnt der Tag um zehn Uhr mit dem Frühstück. Auch Sarah gesellt sich kurze Zeit später dazu. Durch den langen Schlaf der Nacht gestärkt geht es im Anschluss mit den nassen Sachen weiter. Die gewaschenen Schlafsäcke müssen an den Ecken nochmal ausgewrungen werden, die nächsten Wäscheladungen in die Wäsche und im Anschluss aufgehangen werden. Zwischendurch wird gelesen. Nach und nach kommt dann auch der Rest aus der Hütte und frühstückt. Wir verbringen die Zeit bis zum Abendessen mit Spielen, Lesen und als es anfängt zu regnen bringen wir die Wäsche von den Wäscheständern und -leinen draußen in die Hütten. Elena und Sina fahren in den nächstgelegenen Ort um fürs Abendessen einzukaufen. Es gibt gekochte Kartoffeln mit Spinat und Rührei. Die drei Kilo Kartoffeln brauchen ewig um zu kochen, aber nach etwa einer Stunde ist das Abendessen fertig. Im Anschluss wird abgewaschen und die (fast) trockene Wäsche sortiert. Der Abend klingt mit Kakao mit Marshmallows und Uno Flip aus.

14.08.2026

Heute geht es weiter auf die Lofoten, also stehen wir um sieben auf, frühstücken und packen das Auto. Um 9 Uhr sitzen wir im Auto, auf dem Weg nach Bodø. Wir fahren an den Fjorden vorbei, deren Ufer mit orange-braunen Algen überdeckt sind. Ein wunderbarer Farbkontrast. Pünktlich kommen wir am Fähranleger an, die Schlange ist aber schon ziemlich lang. Nach dem Online-Checkin und etwas Warten dürfen wir dann endlich auf die Fähre fahren. Viel Platz ist nicht mehr, aber wir passen noch drauf. Taschen packen und ab aufs Deck. Die Tische sind alle besetzt, nur noch einzelne Sitzplätze sind frei, sodass wir uns zunächst auf dem Schiff verteilen. Ankerpunkt wird dann aber der Kinderbereich. Dort spielen keine Kinder und der Tisch ist leer. Dort verbringen wir die Zeit mit Lesen und Mittagessen. Der Seegang ist stark, sodass einige immer wieder zum Luft schnappen auf Deck gehen. 

Gegen Ende der Fahrt wird dann doch noch ein Vierertisch frei und es bildet sich eine kleine Gruppe die Kuhhandel spielt. Aber dann unterbricht auch schon der Gong das Spiel. Wir legen in Moskenes an. Nun noch eine eineinhalbstündige Fahrt und wir kommen an dem rot-weißen Reihenhaus an, das wir für die nächsten sechs Nächte gebucht haben. Lofoten Panorama. Eigentlich hätten wir einen Pincode für die Lockbox per SMS bekommen sollen, aber da war nichts. Zum Glück finden wir in einem der anderen Apartments eine Angestellte, die es gerade fertig macht für die nächsten Gäste. Sie sagt uns welche Wohnung unsere ist und gibt uns den Code. Nichts wie hin. Als wir die Wohnung betreten kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. So groß, sauber und modern hatten wir es uns nicht vorgestellt. Wir verteilen schnell die Zimmer, räumen das Auto aus. Zum Abendessen gibt es Pizza, dafür brauchen wir noch einiges. Die Pizzawünsche werden aufgenommen und Celina, Elena und Felix fahren zum Einkaufen. Im Anschluss belegt jeder seine Pizza und wir essen gemeinsam während wir den morgigen Tag planen.

15.08.2026

Wir starten in den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach packen wir unsere Wanderrucksäcke und es geht trotz des grauen Wetters in Richtung Berge. 20 Minuten Fahrt und wir sind angekommen. Wir laufen kurz an der Straße entlang und biegen dann in einen matschigen Trampelpfad zwischen Blaubeersträuchern und nacktem Fels ein. Der Weg führt uns den Berg, der wie ein riesiger Felsbrocken direkt neben dem Meer liegt, hoch, bis wir auf einer ersten Ebene landen, in der ein See liegt. Anschließend kommt ein kurzer Teil durch kleine Bäume und Büsche, dann wieder Felsen, Wiese und Blaubeeren. Wir tauchen in die Wolken ein, obwohl wir gerade erst bei ca. 300m ü. NN sind. 

Nach etwa einer Stunde erreichen wir den Gipfel des Offersøykammen, die Sicht lässt aber leider zu Wünschen übrig. Immer wieder zieht es für ein paar Sekunden auf, sodass wir die Umrisse der Nachbarberge oder der Küste erkennen können, die meiste Zeit jedoch liegt unsere Sicht bei 30 Meter. Nach einer kurzen Brotzeitpause und dem obligatorischen Gipfelfoto machen wir uns an den Abstieg. Als wir unten ankommen sind unsere Schuhe vollkommen dreckig und beim Stampfen auf dem Asphalt fallen gefühlt zwei Kilo Matsch heraus. Auf dem Rückweg gibt es noch einen kleinen Abstecher in den Supermarkt und das Outdoor-Outlet und schon sind wir wieder zuhause. Wir verbringen etwas Zeit mit Lesen oder auf unseren Zimmern, dann geht es ans gemeinsame Workouts. 40 Minuten im Workoutkreis während das Abendessen auf dem Herd und im Ofen brutzelt. Nach dem Workout gibt es Abendessen - vegan Köttbullar mit Kartoffelpüree und Pommes. Noch ein paar Runden Uno Flip und wir fallen müde in unsere Betten.

16.08.2026

Heute gibt es bereits um acht Uhr Frühstück, denn wir wollen wieder hoch hinaus, bevor am Nachmittag der Regen zurückkommt. Es geht heute in Richtung Haukland Strand. Es stehen drei Gipfel zur Verfügung, zwei mit 400-500 hm, einer mit über 900. Als wir vor Ort ankommen hängen die Wolken noch immer tief in den Bergen, sodass wir uns entscheiden nur den mittleren Gipfel zu wandern, 700hm lang in den weißen Wolken ist keine besonders reizende Aussicht. Also parken wir in Uttakleiv am Strand. Wir machen uns im Nieselregen auf den Weg auf den Veggen und einige Schafe begrüßen uns lautstark. Heute ist es noch rutschiger und die Stufen im Stein sind noch höher. Nach Eineinviertelstunden erreichen wir den Gipfel, auch hier ist die Sicht nicht weit. Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf den Rückweg. Es regnet zwar nicht, das feuchte Wetter ist trotzdem nicht angenehm. Der Weg runter ist eine einzige Rutschpartie und bis wir unten ankommen sind alle Hosen matschig und an den Schuhen klebt wieder eine fette Matschschicht. 

Wenn wir schonmal da sind machen ein paar von uns einen kleinen Abstecher an den Strand. Die rutschigen Steine am Ufer verursachen ein paar kleine Ausrutscher. Nun geht es zurück zum Ferienhaus. Der Nachmittag wird im und um das Haus verbracht. Joggen gehen, Lesen, auf der Terrasse sitzen, Forest Gump anschauen. Zum Abendessen gibt es Veggieburger und Salat, danach wird der Rest des Films fertiggeschaut, Bücher gelesen oder Podcasts gehört. Celina schließt den Abend mit dem Schneien des neuen Instagram-Reels ab.

17.08.2026

Wir starten den Tag mit dem Frühstück um acht Uhr, denn wir wollen nach Henningsvær und anschließend in die Kletterhalle. Gut, dass wir beim Frühstück nochmal auf die Seite der Kletterhalle geschaut haben, denn sie öffnet erst um 18 Uhr. Also planen wir unseren Tag etwas um. Nach dem Frühstück fahren Elena, Sophie und Sarah zum Einkaufen, während sich Felix, Celina und Sina nochmal die restliche Reiseroute anschauen. Wir wollen die verpasste Übernachtung am Strand noch einbauen und eventuell noch nach Flatanger fahren. Mit etwas umplanen geht es auf, zum Glück haben wir noch keine Campingplätze im Anschluss gebucht. Zum Mittagessen gibt es dann vegan Lasagne und im Anschluss brechen wir auf nach Henningsvær. Dort laufen wir durch die Stadt und bewundern die süßen Häuser und Boote am Meer. Natürlich müssen auch hier die Zimtschnecken probiert werden. Einheitliche Meinung: die in Stockholm waren besser! 

Gestärkt durch Blaubeer- und Schokokuchen machen wir uns auf den Weg in die Kletterhalle. Der Kletterbereich des lokalen Sportclubs liegt in einer Mehrzweckhalle, die größtenteils mit Kunstrasen für Fußballfelder ausgelegt ist. Sie besitzt einen kleinen Boulderbereich in dem gerade neue Routen geschraubt werden, zusätzlich noch eine Wand mit vier Autobelays, eine Wand zum Vorstiegsklettern, ein Kilterboard und ein Moonboard. Außerdem befindet sich in der Halle ein kleiner Trainingsbereich mit einigen Gewichten und eine sehr wackligen Reckstange. Wir klettern, Bouldern und nach einer Weile zieht sich der Großteil zum Fußballspielen in den anderen Teil der Halle zurück. Nach über drei Stunden verlassen wir die Halle glücklich und erschöpft. Der Abend endet mit einem epischen Mario Party Match zwischen Felix und Celina auf der Switch.

18.08.2026

Heute sind wir in zwei Gruppen unterwegs, denn Luise hat sich gestern beim Fußballspielen am Fuß verletzt. Da die Schwellung noch immer nicht zurückgegangen ist fahren Felix und Sophie mit ihr zum Arzt. Auf dem Weg schmeißen sie den Rest von uns an den Kletterfelsen in der Nähe unseres Ferienhauses raus. Es ist sehr windig und kalt, aber endlich ist der Fels trocken sodass wir Klettern gehen können. Die einfachsten Routen liegen im 5er Bereich, Sarah und Celina hängen sie für uns ein. Drei kurze und eine etwa längere Route. Die längere Route hat es aber für einige von uns ganz schön in sich. 

Feuchter Fels im Riss gepaart mit Griffen, die man selbst nicht sieht machen es uns schwer, noch dazu sind unsere Finger Kalt und der Fels an einigen Stellen sehr spitz oder scharfkantig, sodass an der Crux ein zwei Stürze im Toprope passieren zum Glück ohne Verletzungen. Wenn man die Stelle jedoch überwunden hat geht es schnell und einfach hoch hinaus. 
Als die anderen auf dem Rückweg vom Arzt und Einkaufen bei uns vorbeifahren nehmen sie dien ersten Schwung mit. Vier bleiben noch da, bauen die Routen ab und treten den Rückweg zu Fuß an. Nach ca. zwanzig Minuten Fußweg sind auch sie wieder zurück an der Unterkunft. Der Rest des Nachmittags wird mit Lesen, Kakaotrinken, einem Spaziergang an die Küstenfelsen in der Nähe vom Haus und ein paar Battles in Mario Party auf der Switch verbracht. Als Nachtisch zum Abendessen backt Celina uns Zimtschnecken - sehr lecker. Mit einer gemeinsamen Runde Hipster schließen wir den Abend ab.

19.08.2026

Heute ist unser letzter ganzer Tag auf den Lofoten. Da Luise noch einen Röntgentermin hat geht es für uns alle heute früh los. Auf dem Weg zum Arzt schmeißen uns Felix, Sophie und Luise bei einem Wanderweg raus. Heute ist endlich klare Sicht und wir wollen die Lofoten nochmal von oben sehen. Unser Weg startet als ein Trampelpfad, ist aber bald so schlecht erkennbar, dass wir vom Weg abkommen. Aber dafür gibt es ja GPS. Wir finden unseren Weg zurück zum Trampelpfad durch hohe Gräser und an piepsigen Nadelbäumen vorbei und nach kurzer Zeit stehen wir an einem großen Forstweg, an dessen Ende ein alter hölzerner Skisprungturm steht, der von einer Herde Schafe bewacht wird. 

Wir steigen auf den Turm und genießen für einen Moment die Aussicht. Danach geht es weiter. Ein weiterer Trampelpfad führt uns durch kleine Birkenwälder und eine sumpfige Hochebene. Bis wir am Gipfel der Smørdalskammen ankommen haben wir alle matschige, manche nasse, Schuhe. Wir beschließen vom Gipfel noch etwa einen Kilometer entlang des Bergrückens zu laufen um an der vorderen Spitze einen besseren Blick auf die Fjorde zu bekommen. Dort machen wir eine ausgedehnte Pause. Wir machen ein kleines Nickerchen, genießen die Aussicht und machen noch ein paar Fotos. Nach etwa einer Stunde machen wir uns wieder auf den Rückweg. 

Unten angekommen holt Felix uns wieder ab. Nach einer kurzen Erholungspause zuhause fahren wir alle gemeinsam an den Haukland Beach. Mittlerweile ist das Wetter so gut, dass wir es unbedingt noch für den Strand nutzen müssen. Dort springen wir ins kühle Nass, machen Erkundungstouren an den Felsen an der Küste entlang, liegen auf der Picknickdecke und spielen Kuhhandel. Als wir zurückkommen fangen Celina und Lola mit dem Kochen an - es gibt Pfannkuchen - während ein paar andere auf eine halbstündige Laufrunde aufbrechen. 

Der Weg führt mal wieder um den kleinen See in Stamsund. Belohnt wird der aktive Tag mit sehr leckeren Pfannkuchen und im Anschluss mit Nacho und Guacamole. Auch dieser Abend klingt bei einer Runde Hitster aus.

20.08.2022

Heute geht es weiter, also packen wir unsere Koffer, Essenskisten und Co. und vefüllen DAVE wieder bis oben voll. Wir fahren nach Reine, nehmen auf dem Weg gleich nochmal eine halbe Stunde Stau mit (sehr untypisch für Norwegen) und dort teilen wir uns wieder auf. Lola, Luise und Sina gehen in ein Café in Reine und beobachten danach die schönen lilanen Quallen im Hafenbecken, während der Rest die 1978 Stufen des Reinebringen erklimmt. Celina, Felix und Sarah nehmen dann noch den nächsten Gipfel mit, während die anderen drei Wanderer auf dem Reinebringen Mittagspause machen. 

Auf dem Rückweg zum Auto holt sich der Trupp dann noch Gebäck als kleine Stärkung. Nun geht es weiter zur Fähre in Moskenes. Wir sind früh dran, in der Hoffnung dieses Mal früher auf die Fähre zu kommen, wenn wir weiter vorne in der Schlange stehen, sodass wir auf Deck dann noch Plätze in den Liegesesseln bekommen. Dadurch dass wir so früh da sind, haben wir nun viel Zeit zu vertreiben. 

Wir holen uns Pommes am nahgelegenen Foodtruck und begutachten die Wohnmobile und Motorräder in der Fährschlange. Dann geht es endlich auf die Fähre. Die Fahrt ist lang, aber der Sonnenuntergang mit Blick auf die Lofoten vom Meer aus aber dafür sehr schön. Einige Serienfolgen und Nickerchen später kommen wir kurz nach Mitternacht in Bodø an. Von dort aus geht es über Nacht im Auto weiter zu unserem nächsten Ziel: Flatanger

21.08.2026

An Elchen und an Schafen, die gefährlich lange auf der Straße stehen bleiben, vorbei fahren wir durch das nächtliche Norwegen, bis wir gegen zehn Uhr am Kletterercampingplatz in Flatanger ankommen. Wir bauen direkt unsere Zelte auf und packen das Frühstück aus. Nach dem Frühstücken legen sich ein paar in den Zelten zum Schlafen während die Anderen auf Picknickdecken gemeinsam Spiele spielen. 

Nach und nach kommen alle aus den Zelten gekrochen, denn mit der Sonne heizen sie sich ganz schön auf. Es werden weiter Spiele gespielt und auch die Spraywall (überhängende Boulderwand mit vielen verschiedenen Griffen) in der Scheune des Campingplatzes ausgetestet. 

Felix und Sina kochen das Abendessen, Reis mit verschiedenem gebratenem Gemüse - dass jeder sich das raussuchen kann was ihm schmeckt alles separat gebraten. Gegessen wird an zwei der Picknicktische, von denen einige verteilt auf dem Zeltplatz stehen. Dann noch schnell abspülen, ein kleiner Spaziergang ans Wasser runter und schon geht es ab ins Bett. Dieses Mal bleiben die Zelte hoffentlich über Nacht trocken!

22.08.2026

Heute steht Klettern auf dem Plan, doch leider nieselt es den ganzen Vormittag über immer wieder. Um die Mittagszeit stoßen noch Sophia und Max zu uns, Felix Freunde aus der Heimat, die in der Nähe gerade mit ihrem Camper unterwegs sind und den Nachmittag mit uns beim Klettern verbringen wollen. Trotz Nieselregen starten alle außer Felix und Luise in Richtung Hanshelleren Cave. Nach einem 30-minütigem, matschigen Marsch mit kleinen Umwegen erreichen wir den Anfang der Kletterrouten. 

Wir legen unsere Rucksäcke ab, da wir hier die ersten zwei Routen entdecken, die wir gehen wollen, einige machen dann aber noch einen kleinen Spaziergang in die Höhle rein, über Blockwerk, Sand und abschüssige Felsplatten, um die Kletterer in den Routen des achten und neunten Grades zu beobachten und die Silence zu begutachten. Als 9c ist sie die erste Route des bisher schwersten Schwierigkeitsgrades und bisher erst von einem Kletterer begangen worden. Die Vorstellung diese Route zu klettern ist für uns nicht greifbar. Sie erstreckt sich aus der hinteren Ecke der Höhle bis weit ins Dach rein und wir stehen direkt darunter.

Nach einer Weile machen wir uns wieder auf den Weg zu unseren Rucksäcken. Sarah und Celina hängen uns eine 5c und eine 6a ein und bei immer wiederkehrendem Nieselregen Klettern wir nach und nach die beiden Routen im Toprope. Die 5c hat einen Anfang, der für Kleinere nicht ganz einfach ist, doch wir meistern ihn alle, danach kommen immer wieder einzelne Stellen, bei denen man sich etwas nach der richtigen Beta umschauen muss. Die 6a dagegen hat genau eine schwierige Stelle: Ein kleines Loch in das zwei drei Finger reinpassen (oder auch nicht) muss reichen um beide Füße hochzusetzen und dann aufzustehen um einen Händel über der nächsten Kante zu erwischen. 

Lola sucht dafür einen anderen Weg und schwingt sich um die nahegelegene Kante um auf der anderen Seite hochzusteigen. Und jedem der die eigentliche Route nicht auf Anhieb schafft versucht sie diese Variante als bessere Option zu verkaufen. Die Zeit vergeht wie im Flug und eigentlich wollen wir noch in den oberen Sektor gehen, wo es noch ein paar leichtere Routen gibt. Wir packen zusammen und da der Rest von uns etwas langsamer ist machen Sophia und Max sich schonmal auf den Weg nach oben. Wir anderen folgen, jedoch auf einem anderen Weg, der irgendwann in einer Sackgasse endet. Wahrscheinlich wäre es eh schon zu spät gewesen um noch mehr Routen zu gehen. Wir treten den Rückzug an und warten wieder durch den Matschwald.

Am Campingplatz haben Felix und Luise bereits mit dem Kochen begonnen, sodass wir den Tisch decken und bald essen können. Die Tortellini sind zu wenig, sodass ein paar noch die halbe Packung Linguini und restlichen Lasagneplatten aufkochen. Das dauert sehr lange, sodass wir erst nach neun mit dem Abendessen fertig sind. Jetzt noch Duschen, Abspülen oder Bouldern und dann ab ins Bett, morgen geht es früh raus. 

23.08.2026

Heute kriechen wir alle um sieben Uhr aus unseren Zelten. Es hat die ganze Nacht geregnet und gewindet. Wir packen unsere Zelte zusammen und räumen DAVE wieder auf und ein, sodass wir uns wieder auf den Weg machen können. Heute geht es nach Trondheim. Während der Autofahrt wird gefrühstückt und nach drei Stunden haben wir unser Ziel erreicht. Sophie gibt uns eine kleine Führung durch die Stadt. Wir sehen den Nidarosdom, den Platz mit der Statue von Olav Tryggvason und das Unigebäude, das über der Stadt thront. Leider ist es Sonntag und wir können uns das Gebäude nicht von innen schauen. Wir gehen bei leichtem Nieselregen wieder den Hügel runter in die Stadt und schauen uns die süßen bunten Häuser am Fluss an. Luise und Sina setzen sich auf die Terrasse einer Pizzeria, teilen eine Margherita und beobachten das bunte Treiben auf der Straße. Danach geht es an einem Flohmarkt vorbei und dann noch ein kleiner Schlenker zum Supermarkt, Nudeln fürs Abendessen kaufen. 

Die anderen gehen erst auf den Flohmarkt und setzen sich dann in eine andere Pizzeria. Die Pizza ist zwar etwas günstiger als die andere, dafür dauert es ewig und schmeckt leider nicht so gut. Danach noch ein Abstecher zu einer Bäckerei in der Innenstadt und dann treffen wir uns alle am Auto wieder. Eine kurze Fahrt mit dem Auto und schon sind wir an den Kletterfelsen. 

Der Klettergarten Korsvika liegt direkt am Meer. Während sich Lola, Luise und Sina einen Platz am Wasser suchen um dort auf einer Picknickdecke Spiele zu spielen, kraxelt der Rest über die Felsen am Wasser, um zu den Kletterrouten zu kommen. Alle Routen sind etwas überhängend, aber dafür macht das Schaukeln noch mehr Spaß.

Nach einigen Runden Skyjo fangen Lola, Luise und Sina mit dem Nudelnkochen an und bis die Nudeln fertig gekocht sind kommen die Kletterer auch schon wieder vom Fels zurück. Nach dem Abendessen und Abspülen geht es wieder ins Auto. Es beginnt leicht zu regnen, also sind wir uns nicht sicher ob wir noch die Zelte aufbauen und in Trondheim schlafen wollen, oder direkt über Nacht nach Geiranger fahren. Wir schauen uns zwei potenzielle Schlafplätze an, aber da wir keinen wirklich guten Spot finden entscheiden wir uns die fünf Stunden Fahrt nach Geiranger anzutreten. 

24.08.2026

Wir fahren durch das nächtliche Dovrefjellgebirge und sehen dort mehrere Elche, ein Reh und einen Hasen, der über die Straße hoppelt. Um halb fünf kommen wir in Geiranger an und wer nicht eh schon schläft, schläft jetzt noch ein bisschen auf dem Sitz. Um acht Uhr macht die Rezeption des Campingplatzes am Geirangerfjord auf und wir checken ein. Dann bauen wir schnell unsere drei Zelte auf, das vierte hat eine gebrochene Zeltstange, die dann auch die Zeltwand aufgestochen hat, jetzt müssen also in jedem Zelt drei Leute schlafen. Nach einem kurzen Frühstück schlafen oder entspannen wir den Rest des Vormittags. 

In der Mittagszeit gesellen wir uns zu den tausenden Kreuzfahrttouristen und gehen den unteren Teil des Wasserfallwegs in Geiranger. Celina, Elena, Nuria, Sarah, Sina und Sophie entscheiden sich auch och die restlichen 400hm und 3km des Wegs bis Zum Storsætrafossen zu gehen, während der Rest wieder umdreht und am Campingplatz Spiele spielt. Zum Abendessen werden Wraps mit veganem Hähnchenersatz gemacht und nach Abspülen und letzten Spielrunden geht es früh ins Bett um den verpassen Schlaf der letzten Nacht nachzuholen.

25.08.2026

Wir starten den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück und danach geht es wieder in zwei Gruppen los. Für alle das Ziel: der Blick auf die Sieben-Schwestern (Wasserfälle). 

 

Celina, Felix, Lola und Luise fahren mit DAVE zum Bootsverleih im Nachbarort um übers Wasser zu den Wasserfällen zu fahren. Mit dem Motorboot geht es in der Sonne flott übers Wasser, aber nicht flott genug wie die Passagiere finden. Spaß macht es trotzdem und man kann ja auch anders bisschen Adrenalin erzeugen. Kleine Kabbeleien bringen das Boot zum schwanken und fast zum Kentern -  aber zum Glück nur fast. Wieder am Campingplatz angekommen geht es mit Spiele Spielen weiter, denn man muss sich ja die Zeit vertreiben, bis die Andern wieder kommen:

 

Der Rest schultert nämlich die Rucksäcke und macht sich zu Fuß auf den Weg um einen Blick auf die Wasserfälle zu bekommen. Die ersten zwei Kilometer des Weges führen auf der Straße am Fjord entlang, bevor es dann einen kleinen Pfad einbiegt, der in der prallen, viel zu heißen Sonne über Steinplatten den Berg hinauf führt. Nach einer kurzen Zeit geht es dann zum Glück wieder in den Wald und der Weg führt stetig ansteigend über Steine, Matsch und Wurzeln 500hm hoch zu zwei kleinen Schäferhütten, die malerisch über dem Fjord am häng liegen. Noch 500 Meter in der Ebene und dann ist es geschafft, der Aussichtspunkt auf die Sieben Schwestern ist erreicht. 

Nach einer kurzen Brotzeitpause entscheiden Sarah und Elena noch den 300hm-Abstieg zum nächsten Aussichtspunkt zu machen, denn von dort soll man die Wasserfälle noch etwas besser und näher sehen können. Die anderen drei genießen lieber die Sonne an den Schäferhütten und warten dort auf die beiden Wanderer. 1,5h später treten alle fünf gemeinsam den Weg zurück zum Campingplatz an. Nun ist der ganze Wanderweg im Schatten und es wird schon etwas frisch. Bei den Zelten angekommen wartet schon der Essensduft, denn die vier Bootsfahrer haben schon angefangen das Abendessen zu kochen. Es gibt Hot Dogs und nach einem gemeinsamen Abendessen machen sich alle gemeinsam ans Aufräumen des Busses, sodass in der Früh vor der Abfahrt nur noch die Zeltsachen eingepackt werden müssen. Während der Rest schon schlafen geht gehen einige noch Volleyballspielen und runden dann den Abend mit ein paar Runden Skipbo ab. 

26.08.2026

Der Tag startet früh, denn Abfahrt ist sechs Uhr. Rasch sind alle zelte eingepackt und um sechs Uhr sitzen alle im Bus. Jetzt muss nur noch die angeschlagene Scheibe freitrocknen, dann geht es los. In der Morgendämmerung fahren wir die Serpentinen über Geiranger hoch ins Gebirge des Reinheimen Nationalparks. Die ersten Sonnenstrahlen tauchen die Berggipfel in ein helles Orange und oben im Hochtal schimmern die Seen und Flüsse unter den leichten Nebelschwaden türkis. Entlang eines wunderschönen Flusses geht es runter ins nächste Tal und kaum sind wir unten angekommen geht es schon wieder, entlang des nächsten Flusses hoch in die Berge des Brecheisen Nationalparks. Mittlerweile steht die Sonne hoch am Himmel und die Berggipfel spiegeln sich in den zahlreichen Seen. Hier oben liegt noch alles ruhig da, kaum ein Mensch unterwegs. Nur die Schafe und Kühe tummeln sich um und auf den Straßen. Danach geht es wieder eine steile Passstraße runter und wir sind an einem tiefblauen Fjord. 

Durch einige kurze Tunnel, sowie den Lærdalstunnel, mit 24km der längste der Welt, gelangen wir schnell in Richtung des Stegastein. Nur die letzten Serpentinen hinauf zum Stegastein ziehen sich dann doch noch. Niemand hier kann Autofahren! Die vielen Leihwohnmobile mit Fahrern die die Großen Autos nicht gewohnt sind und Autofahrer die es nicht schaffen an den Rand zu fahren verursachen immer wieder Zwangshalte, wenn Fahrzeuge entgegenkommen. Um viertel vor elf sind wir dann endlich da. Im strahlenden Sonnenschein genießen wir die Aussicht auf den Fjord und fahren dann aber schnell wieder weiter. Nun stehen noch drei Stunden Fahrt nach Bergen an. 

Wir kommen im sonnigen Bergen an und schauen uns alte Wikingergebäude, das Hanseviertel und die vielen süßen bunten Häuser in der Altstadt an. Zwischendurch noch ein paar Halte an Bäckereien und Touristengeschäften. Nach der Stadtbesichtigung heißt es dann Schlafplatz suchen. Wir fahren etwa eine Stunde, schon in Richtung Oslo, wo es morgen hingeht. An einer Passtraße bei Dale finden wir an einem Bergsee ein kleines Stück Wiese. Dort schlagen wir unsere Zelte auf und kochen unser Abendessen: Reis mit veganem Hack und - oh Wunder - Karotten und Paprika. Satt und zufrieden kriechen wir alle in unsere Zelte.

27.08.2026

Um viertel vor sieben werden wir von einem hupenden Auto geweckt, eigentlich gehen unsere Wecker erst etwas später, aber close enough. Um viertel vor acht haben wir alle Zelte zusammengepackt und sitzen abfahrtfertig in DAVE. Auf nach Oslo! 

Um die Mittagszeit kommen wir in Oslo an und bauen am Campingplatz unsere Zelte auf. Als wir gerade aus dem Campingplatz rauslaufen kommt Clinas Familie gerade an, die auch in Norwegen im Urlaub ist und sie hier nach einem gemeinsamen Tag mitnehmen wird. Wir machen uns auf den Weg in die Stadt und gehen bei strahlendem Sonnenschein auf das Dach der Oper. Sie liegt direkt am Wasser und man kann in den Fjord hinein blicken. 

Da alle Hunger haben geht es gleich weiter und nach einem kurzen Halt an einem Matcha-Geschäft geht es meiter in die Streetfood Passage. Dort treffen wir auch Celina Eltern und Bruder und sind ab da gemeinsam unterwegs. Nach einer kleinen Stärkung geht es die Karl-Johans-Gate entlang, vorbei an einigen Geschäften, in Richtung Schloss. Dort legen einige Leute Blumen nieder und nach kurzem Nachfragen erfahren wir: dem König geht es gesundheitlich sehr schlecht und die Norweger zeigen ihre Anteilnahme. Wir machen uns auf den Rückweg zum Campingplatz und während die Nudeln fürs Abendessen kochen gehen einige Joggen um den Campingplatz oder spielen Spiele. Nach dem Abendessen Spielen fast alle noch eine Runde Hipster gemeinsam und dann geht es ab ins Zelt, um darin eine letzte Nacht zu schlafen. 

28.08.2026

Vor dem Frühstück fangen Celina, Felix und Sina an die Koffer und Taschen aus dem Bus auszuräumen, denn heute ist großes sortieren angesagt. Celina Sachen werden gleich in den Camper ihrer Familie umgepackt. Dann gibt es Frühstück und im Anschluss wird DAVE ausgefegt, die Koffer und Taschen für die Heimfahrt und den letzten Ausflug nach Oslo gepackt und dann sortiert wieder eingeräumt. Die Seiten der Rückbänke werden zum Anlehnen mit Isomatten und Schlafsäcken ausgestopft, bei der hinteren Bank zwei Koffer quer gelegt, um während der Fahrt die Füße hochlegen zu können und dann nach Aussteigereihenfolge die restlichen Koffer, Taschen und Rucksäcke in den Kofferraum gepackt. 

Pünktlich verlassen wir um kurz vor Zwölf den Campingplatz und machen uns ein letztes Mal mit dem Linienbus auf den Weg in die Stadt. Für ein stärkendes Mittagessen vor der langen Fahrt gehen wir in eine Pizzeria. Im Anschluss wollen wir noch dem Schloss einen kleinen Besuch abstatten und den Norwegern unser Mitgefühl zeigen, denn heute Früh ist ihr König verstorben. Der Platz vor dem Schloss ist übersäht mit Blumen, Briefen und norwegischen Flaggen und viele Leute stehen davor und trauern um ihren König. 

Wir machen uns auf den Weg zurück zu den geparkte Bussen in der Nähe des Campingplatzes und verabschieden uns von Celina und ihrer Familie. Für uns geht es heute Nacht in 20 Stunden Fahrt über Kiel und Leipzig, wo wir Felix, Luise und Sophie rauslassen, wieder zurück nach Hause. 

Eine wunderschöne Fahrt geht zu Ende, die wir alle nicht vergessen werden. 

Celina, Elena, Felix, Lola, Luise, Nuria, Sarah, Sina und Sophie