Mit dem Beginn der Sommersaison 2026 übernimmt ein neues Pächterpaar die Bewirtschaftung des Hohenzollernhauses in den Ötztaler Alpen. Die Sektion Starnberg des Deutschen Alpenvereins konnte mit Jürgen Schuchter und Martina Netzer wieder ein einheimisches Team aus Pfunds im oberen Inntal für die traditionsreiche hochalpine Schutzhütte gewinnen.
Bereits eine Woche vor der offiziellen Saisoneröffnung begannen die umfangreichen Vorbereitungsarbeiten auf 2.123 Höhe. Gemeinsam mit dem Hüttenwart der DAV-Sektion Starnberg wurde die Hütte für den Sommerbetrieb vorbereitet und technisch in Betrieb genommen. Zudem wurden die Matratzen und die Bettwäsche vollständig erneuert, sodass die Gäste in der kommenden Saison von aufgefrischten Komfort profitieren können.
Am 30. Mai 2026 übergab der 1. Vorsitzende der DAV-Sektion Starnberg, Dominik Dreyer, offiziell die Schlüssel an die neuen Hüttenwirte und wünschte ihnen sowie ihren Gästen eine erfolgreiche und unfallfreie Saison.
Der Saisonauftakt verlief bei strahlendem Sonnenschein äußerst erfolgreich. Zahlreiche Besucher nutzten das schöne Wetter für ihre ersten Touren und die Einkehr auf dem Hohenzollernhaus. Die gesamte Familie Schuchter packt tatkräftig mit an und sorgt gemeinsam mit einem Koch, ebenfalls aus dem nahegelegenen Pfunds, für das leibliche Wohl der Gäste. Serviert werden regionale österreichische Spezialitäten, die bereits großen Anklang finden.
Auch optisch präsentiert sich die Hütte bestens vorbereitet für die kommende Saison. Die neue Außenmöblierung wurde von Familie Schuchter selbst gefertigt und fügt sich harmonisch in die alpine Umgebung ein. Insgesamt befindet sich das Hohenzollernhaus in einem sehr guten Zustand und ist für die kommenden Monate hervorragend gerüstet.
Einziger Wermutstropfen bleibt derzeit die unsichere Stromversorgung der Hütte. Die Energiegewinnung erfolgt über ein Kleinwasserkraftwerk am Radurschlbach. Der Wasserstand des Baches schwankt jedoch stark, zudem verändert sich der Bachlauf kontinuierlich und führt große Mengen an Sand und Geschiebe mit sich. Dadurch kommt es immer wieder zu Problemen am Wassereinlauf des Kraftwerks. Die Hüttenbetreiber sind daher regelmäßig gezwungen, in körperlich anstrengender Arbeit Wasser zum Einlauf zu leiten und diesen von Ablagerungen zu befreien. Die Sektion Starnberg arbeitet bereits an kurzfristigen baulichen Maßnahmen, um die Situation nachhaltig zu verbessern und die Stromversorgung langfristig zu sichern.
Der Hüttenbetrieb läuft bis Ende September 2026. Übernachtungen können wie gewohnt über das Reservierungssystem des Deutschen Alpenvereins gebucht werden.
Die Sektion Starnberg wünscht Jürgen Schuchter, Martina Netzer und ihrem Team eine erfolgreiche Saison sowie allen Bergsteigerinnen und Bergsteigern schöne und sichere Tage am Hohenzollernhaus.