Die diesjährige Edelweißfeier fand in einem neuen Format statt. Eingeladen wurden zu Nachmittagskaffee und Kuchen Jubilare, die bereits 25, 40, 50, 60 und 70 Jahre lang Mitglied waren.
Nach einem ersten lebhaften Austausch über Erinnerungen, Erlebnisse, gemeinsame Bergtouren begrüßte der DAV-Vorsitzende Dominik Dreyer 19 Jubilare mit einem besonderen Dank für ihre langjährige Mitgliedschaft und betonte, dass es etwas Außergewöhnliches ist, einem Verein beizutreten und ihn zu einem dauerhaften Teil seines Lebens zu machen.
So war es ihm ein Herzensanliegen, aufzuzeigen, warum eine langjährige Mitgliedschaft so wertvoll ist. In seiner Ansprache wandte er sich an die Jubilare und betonte:
„Ihr tut Gutes für Eure Mitmenschen. Durch die Kinder- und Jugendarbeit, durch Freizeiten, Ausbildung oder durch die Betreuung unserer Wanderwege. Vieles von dem, was wir heute ganz selbstverständlich nutzen, ist nur möglich, weil Menschen wie ihr über Jahre hinweg Verantwortung übernommen und mitgetragen haben.
Ihr tut Gutes für eure Mitwelt. Der Alpenverein ist nicht nur ein Bergsportverein, sondern auch ein anerkannter Naturschutzverband. Mit eurer Mitgliedschaft bekennt ihr euch zu einem respekt- und verantwortungsvollen Umgang mit unserer Natur und den Bergen, ein Wert, der heute wichtiger ist, denn je.
Ihr tut Gutes für Euch selbst. Denn der Alpenverein stiftet Sinn, gibt Halt, schafft Gemeinschaft und Verbundenheit. Er ermöglicht
Erlebnisse, die erfüllen, und Begegnungen, die bleiben.
All das zusammen macht unseren Alpenverein aus. Und all das wäre ohne Euch, ohne eure Treue und Verbundenheit über viele Jahre hinweg, nicht denkbar.“
Um den Jubilaren noch einen weiteren Beweis zu geben, wie wichtig ihre Unterstützung ist, berichtete Andreas Graser, früherer langjähriger DAV-Vorsitzender, über seine guten Erfahrungen, wie wertvoll seine Mitarbeit für ihn noch heute ist.
„Rückblickend war es ein Gewinn, sich bereits 1970 als Jugendlicher dem Verein anzuschließen. Wir erlebten Heimat, Natur und Berge, feierten Feste, spürten Geborgenheit und Gemeinschaft und stärkten unsere Persönlichkeit.“
Nach 8 Jahren erlebten Zusammenhalts nahm er sich eine längere Auszeit für Ausbildung, Beruf und Familie. Erst mit 50 Jahren wurde er wieder aktiv. In seinen weiteren 12 Jahren als Vorsitzender stellte er fest, dass sich langjährige Mitglieder immer wieder für einen guten Zweck engagieren, dass ehrenamtlich Tätige nicht nur nehmen, sondern auch viel geben, dass, wer ein Edelweißabzeichen bekommt, dieses nicht nur auf dem Hut trägt, sondern in seinem Herzen.
(Jochen Deutschenbaur)