Redaktion: Dominik, herzlichen Glückwunsch zur Wahl zum ersten
Vorsitzenden der Sektion Starnberg! Bei der letzten Mitgliederversammlung im
März gab es ja einige Veränderungen in der Vereinsführung. Wie kam es dazu?
Dominik: Ein Ehrenamt in der traditionsreichen Sektion Starnberg ist für mich
eine sehr große Ehre – auch wenn ich mich eigentlich lieber im Hintergrund
engagieren wollte. Aber nach einigen Gesprächen und Überlegungen habe ich
mich zur Kandidatur entschlossen – und freue mich sehr über die neue Aufgabe!
Redaktion: Wie bist Du eigentlich zum Alpenverein gekommen?
Dominik: Ich bin schon viele Jahre gerne in den Bergen unterwegs, sei es beim Bergsteigen oder Mountainbiken. Es war meine Oma Ursula, die damals für ihre
Enkel die DAV-Mitgliedsbeiträge zahlte – unsere Mitgliedschaft ruhte später, aber die Begeisterung für die Berge blieb. Über alpine Hochtouren und Hüttenbesuche kam ich schließlich wieder in Kontakt mit dem Alpenverein. 2017 wurde ich Mitglied in der Sektion Starnberg. 2019 packte ich mit einem Freund aus Starnberg bei einer DAV-Hütte in Osttirol mit an – mitten im Ski-Touren-Winter. Nach ein paar ehrenamtlichen Rollen als Hüttenwart und Schatzmeister im Verein in den letzten Jahren übernehme ich gerne die neue Rolle.
Redaktion: Wie lebst Du und was machst Du am liebsten in Deiner Freizeit?
Dominik: Seit Oktober letzten Jahres wohne ich allein in Starnberg. Ursprünglich komme ich aus einem kleinen Dorf - Walpertskirchen - im Landkreis Erding, bin
in Markt Schwaben zur Schule gegangen und habe in München Bauingenieurwesen studiert. Danach lebte ich über 20 Jahre in Gauting. Meine zwei erwachsenen Kinder stehen inzwischen fast auf eigenen Beinen. Ich liebe es, draußen unterwegs zu sein – wohne gerne in der Nähe von Wald und Wiesen. Beruflich bin ich im Bereich Projektsteuerung für größere Bauvorhaben tätig.
Redaktion: Warum hast Du Dich für ein Ehrenamt entschieden?
Dominik: Weil ich gerne etwas bewege und Menschen zusammenbringe! Im Ehrenamt entstehen echte Begegnungen, Freundschaften und gemeinsame Erlebnisse. Außerdem können wir so das vielseitige Angebot des DAV mitgestalten – von den Sportangeboten über die Wanderwege bis hin zu unseren Hütten. Wir leisten damit etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft – und als Naturschutzverband auch für unsere Umwelt. Es begeistert mich, wie viele Menschen bereit sind, ihre Zeit für andere einzusetzen. Ehrenamt schenkt nicht nur viel, es gibt auch unglaublich viel zurück: Freude, Sinn und erfüllende Erfahrungen.
Redaktion: Welche Aufgaben liegen aktuell auf Deinem Schreibtisch beim DAV?
Dominik: Mein Fokus liegt zurzeit auf unseren beiden Hütten. Es gibt viel zu tun: Wir suchen aktuell neue Pächter für das Hohenzollernhaus und planen in den
kommenden Jahren Umbauten in der Hörnlehütte. Aber auch kleine Aufgaben sind wichtig – und jede helfende Hand ist herzlich willkommen! Ich lade alle ein,
sich einzubringen – ob für ein kleines Projekt oder regelmäßig. Darüber hinaus ist mir sehr wichtig, dass wir als Bergsportverein mit einem attraktiven Angebot
sichtbar bleiben – gerade im Vergleich zu anderen Sektionen. Gemeinsam mit dem Vorstand, dem Beirat und vielen engagierten Helferinnen und Helfern
arbeiten wir daran, den Verein lebendig und zukunftsfähig zu gestalten.
Redaktion: Was wünschst Du Dir für die Zukunft?
Dominik: Die jüngeren Generationen verbringen sehr viel Zeit mit Freunden in digitalen Chat-Räumen. Früher war das Vereinsleben bei vielen Menschen ein
fester Bestandteil des Alltags. Ich wünsche mir, dass wir wieder den Wert echter Gemeinschaft entdecken – ein Gegenpol zur Schnelllebigkeit. Ein tolles Beispiel dafür war der große Arbeitseinsatz am Hohenzollernhaus vor zwei Jahren: Über 20 Freiwillige – sogar aus anderen Sektionen – kamen zusammen. Das war ein großartiges Erlebnis, das sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hoffe, dass wir solche Momente auch in Zukunft ermöglichen können. Unsere Sektion hat enormes Potenzial, um Menschen zusammenzubringen – draußen in der Natur, mit Freude an Bewegung und echtem Miteinander. Es braucht das Engagement, diese
Angebote zu formulieren, ob als Gemeinschaftstour oder als Arbeitseinsatz.