Gutschein für kostenlose Hüttenübernachtung bei Öffie-Anreise gibtshier:
https://www.alpenverein.de/artikel/freie-nacht-furs-klima-gutschein-fuer-huettenuebernachtung_fbf68d9a-5896-4edf-8506-6e30751d612a
Und so wars:
(HK) Los ging es von München mit den Öffis nach Sölden - dort sind wir mit etwas Verspätung angekommen, und wanderten zur Siegerlandhütte, ein gemütlicher 4-stündiger Aufstieg (inkl. Murmeltier).
Am nächsten Morgen dann bei mäßiger Spätsaison-Sicht über die Hofmannspitze (ein wirklich kurzer Abstecher) und den Gletscher zur Müllerhütte, wo wir mit selbstgemachtem Ingwer-Likör begrüßt wurden. Dort gab es gegen die Langeweile eine Runde „Mensch, ärgere dich nicht“ und auch wieder sehr gutes Essen. Ein bekanntes Bergsteigermagazin wurde aufgeschlagen und ließ die abendliche Diskussion entfachen. Beim Durchblättern fiel auf: 100% Männerquote bei den Autoren der Beiträge in diesem Heft aus dem laufenden Jahrzehnt. Das stößt schon ungut auf, wenn man als Gruppe zu drei Vierteln nicht aus Männern besteht und gerade selbst am Berg unterwegs ist und sich ja unweigerlich für diese Themen interessiert und sich auch nach Repräsentation sehnt. Ob das jetzt in einen Tourenbericht gehört? Aber darüber reden können wir schon - nicht um anzugreifen, sondern um anzustoßen. Denn Veränderung braucht aktive Bemühungen: auf den Hütten, in den Magazinen, und vor allem in unseren eigenen Einstellungen, die wir immer hinterfragen müssen. Den bewussten wie den unbewussten. Gute Nacht!
Nächster Tag: Regen/Schnee und Wilder Pfaff. Der Aufstieg bei solchen Bedingungen rutschig und zeitintensiv, kurzzeitig mit Sicherung. Oben war's dann nur kurz, weil uff kalt. Abstieg gesichert und auf einmal klärt das Wetter auf. So scheint alles viel einfacher. Kurze Mittagspause auf der Müllerhütte und dann über den Gletscher traversiert, kurz den Markus eingesammelt, um dann zusammen zum Wilden Freiger zu gehen und dann über den Grat zum Becherhaus. Dort gab es wieder fantastische Verpflegung und einen tollen Sonnenuntergang. Am nächsten Morgen dann den Sonnenaufgang im Frühstücksraum durch die Fenster beobachtet, bevor wir über den Satellitenmast und einen kurzen Abstecher an einer alten Zollhütte, über den roten Grat und dann runter liefen Richtung Nürnberger Hütte. Die Landschaft ist wirklich surreal, mit den vielen Flechten, Wasserfällen, Seen und verschiedenen Gesteinen. Von der Sonne aufgewärmt sind ein paar von uns noch in den letzten See vor der Hütte gehüpft. Wie tausend Nadeln auf der Haut das Wasser, aber danach wird's schön warm. Wir haben noch kurz die Flora bestaunt und sind dann wirklich zur Nürnberger. Da gab's dann Kaffee und Kuchen und ein Gefühl von touristischer Zivilisation. Schönes Bettenlager!
Mit dem Hofi gab's dann noch ein kurzes Sicherungstraining im Klettergarten (mit Klettersteig), der direkt oberhalb der Hütte liegt. Abendessen mit kreisrundem Salatbuffet war lustiger zu beobachten als selber drin zu stehen. Unterhaltung kommt eben manchmal auch auf eigene Kosten. Nach dem Essen gab es dann eine Runde Kniffel, die Hofi in seiner ersten Runde, seinem echten Debüt als Spieler, gewann. Anfängerglück?
Am nächsten Morgen dann im Nebel-Niesel runter nach Ranalt - Auf dem Weg Haflinger, ein trauriges Pony und ein glitschiger Alpensalamander.
Fazit: Schöne Tour auch für kursähnliche Unternehmungen, abwechslungsreiches Gelände und tolle Aussichten. Wie immer macht das Wetter aber alles aus.
Dabei waren: Hanne, Mary, Patrick, Angelika sowie Markus für die letzten zwei Tage